Städtische Realschule Geilenkirchen
Gillesweg 1
52511 Geilenkirchen

rsgk.sekretariat@gmx.de
Tel.: 02451-98290

Fax: 02451-982930

Inklusion

Die Städtische Realschule Geilenkirchen ist aktuell der Standort A der weiterführenden Schulen der Stadt Geilenkirchen für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf. Derzeit werden ca. 24 Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf in den Förderbereichen Lernen und/oder emotionale und soziale Entwicklung sowie Sprache und Hören und Kommunikation in fast allen Jahrgängen unterrichtet. Dabei orientieren wir uns an den Vorgaben des Schulministeriums für die Neuausrichtung der Inklusion. Diese sieht vor, jährlich im Durchschnitt drei Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung in die Eingangsklassen aufzunehmen. Für jede dieser Klassen soll mittelfristig eine halbe Stelle Sonderpädagogik zur Verfügung stehen. Die Klassengröße soll sich um 25 Schülerinnen und Schülern bewegen. Bis die personellen Ressourcen flächendeckend bereit gestellt werden können, bilden wir pro Jahrgang eine Schwerpunktklasse, in der Schülerinnen und Schüler mit und ohne Unterstützungsbedarf gemeinsam lernen, die den Richtwert 25 Schülerinnen und Schüler pro Klasse in der Regel nicht überschreitet.

Der Unterricht findet in den inklusiven Klassen sowohl im Klassenverband als auch in Kleingruppen statt. Im gemeinsamen Unterricht im Klassenverband profitieren die inklusiven Klassen vor allem davon, von zwei Lehrpersonen (Fachlehrer/in und Sonderpädagoge/in) gemeinsam mit differenzierten Arbeitsmaterialien und –aufträgen zum meist gleichem Unterrichtsthema unterrichtet zu werden. Das schafft Raum und Möglichkeiten dafür, allen Schülerinnen und Schülern auf ihrem Lernweg besser gerecht zu werden.

Kleingruppen werden besonders in den Kernfächern Deutsch, Mathematik und Englisch als zusätzliche Förderung genutzt, um auf die besonderen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf eingehen zu können. Hier wird verstärkt an individuellen Zielen gearbeitet, die im Wesentlichen darauf ausgelegt sind, wichtige Basiskompetenzen in den Kernfächern aufzubauen und zu festigen. Angebote und Übungsphasen in kleineren Gruppen stärken zusätzlich Lernzuwachs und individuelles Lerntempo.

Ziel ist es, alle Schülerinnen und Schüler – mit und ohne Unterstützungsbedarf – zu einem Abschluss zu führen, der dem jeweiligen Lernstand und den individuellen Vorrausetzungen entspricht.

Individuelle Förderpläne dienen dabei als Grundlage zur Arbeit mit den Kindern und stehen allen Kollegen/innen zur Einschätzung der Lernausgangslage und der Förderbedarfe sowie der Förderziele zur Verfügung. Einmal jährlich entscheidet die Klassenkonferenz über den Fortbestand des sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfs der einzelnen Schülerinnen und Schüler. Selbstverständlich werden sowohl die individuellen Förderpläne als auch die jährliche Überprüfung des sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfs mit den Erziehungsberechtigten im Rahmen des Elternsprechtages besprochen, so dass eine enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus gewährleistet ist.

Zurzeit arbeiten drei Sonderpädagoginnen an der Städtischen Realschule Geilenkirchen. Zwei Kolleginnen fördern schwerpunktmäßig im Bereich Lernen in den Klassen 5-7 und 8-10. Eine Kollegin unterstützt die Schülerinnen und Schüler im Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation.

Während es in den Klassen 5-7 schwerpunktmäßig um die Vermittlung und den Aufbau der Basiskompetenzen sowie um die Entwicklung tragfähiger sozialer Handlungskompetenzen geht, kommt in den Jahrgängen 8-10 das wichtige Thema Berufsorientierung hinzu.

 

Hier werden die Schülerinnen und Schüler frühzeitig an die Bundesagentur für Arbeit angebunden, die einen individuell begleitenden Prozess innerhalb der REHA-Abteilung oder ggf. den ersten Arbeitsmarkt vorbereitet, sofern dies die jeweiligen Voraussetzungen zulassen. Auch die Potentialanalyse, Berufsfelderkundungen, Praktikum in Klasse 9 und Berufsberatung werden in sehr enger Kooperation zwischen Schule und Bundesagentur für Arbeit begleitet.